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Zur Entwicklung der Lauftherapie

AKTUELL: Bevor ich kurz die Entwicklung der Lauftherapie nach dem Paderborner Modell beschreibe, möchte ich darauf verweisen, dass es ab September 2015 ein Weiterbildungsstudium "Multimodale Lauftherapie" an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim geben wird.

Unter Leitung von Frau Prof. Dr. Sabine Mertel entwickeln wir dort ein neues Curriculum mit neuenSchwerpunkten in der lauftherapeutischen Arbeit. Das Angebot richtet sich insbesondere an HochschulabsolventInnen der Fächer Soziale Arbeit, Psychologie, Pädagogik, Physiotherapie, Ergotherapie, Sportwissenschaft und Medizin.

Weitere Informationen direkt bei der Hochschule erfragen und hier.
 

Prof. Dr. Alexander Weber, der Initiator und Begründer der Lauftherapie in Deutschland ist Dipl.-Psychologe und Universitätsprofessor (em.). Er hat sich über viele Jahre hinweg wissenschaftlich mit den positiven Seiten des langsamen Dauerlaufs beschäftigt. Dabei konnte er nachweisen, dass langsames und entspanntes Laufen bei den verschiedensten Symptomen und Krankheiten hilft: Migräne/Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen, Verdauungsschwierigkeiten, Stress, Schlafstörungen, zu hoher Blutdruck, vermindertes Selbstwertgefühl, Suchtprobleme und vieles mehr.

Die Lauftherapie wirkt in einem ganzheitlich verstandenen Sinn auf Psyche und Physis. Die Dozenten des Deutschen Lauftherapie Zentrums e.V. in Bad Lippspringe (DLZ), an dem ich meine Ausbildung absolvierte, haben 1993 folgende Definition der Lauftherapie erarbeitet:

"Die Lauftherapie ist ein ganzheitlicher, unspezifischer Weg zur Prophylaxe und Behandlung von Beeinträchtigungen im physischen und psychischen Bereich."

Das sogenannte "Paderborner Modell" des Deutschen Lauftherapiezentrums DLZ e.V.  ist ein Trainingsplan, nach dem zu Beginn des Kurses in sehr kurzen Intervallen abwechselnd gegangen und gelaufen wird. Nach und nach werden dann die Laufintervalle immer länger und die Gehpausen weniger. Es ist ein sehr sanftes Programm, das sich ausdrücklich an untrainierte Menschen richtet und auch für ältere Menschen sehr gut geeignet ist. Eine wichtige Funktion hat bei der Lauftherapie die Gruppe. Sie bietet sowohl Unterhaltung, als auch Schutz und Unterstützung. Der Austausch untereinander ist während des Laufens (und natürlich auch vorher und nachher) ausdrücklich gewünscht. Entsprechend bleibt das Tempo niedrig: Lachen und Reden ist jederzeit möglich. Langsam, locker und leicht ist die Devise in meinen Kursen. Ergänzt wird das Programm durch Aufwärm- und Dehnübungen.

Die Ausbildung zur Lauftherapeutin am DLZ umfasst sowohl medizinische Grundlagen, Trainingslehre, Ernährungslehre als auch Kommunikation, Psychologie, Pädagogik und vieles mehr. Sie dauert 1 ½ Jahre und umfasst insgesamt ca. 250 Stunden.

 

Der Verband der Lauftherapeuten e.V. (VDL) ist von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) als Fachinstitution in den „Wegweiser Gesundheitsförderung“ aufgenommen -
Lauftherapie hilft!