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Verband der Lauftherapeuten 


"Mein Geist regt sich nicht, wenn meine Beine ihn nicht bewegen." (Montaigne)

Angela Genneper

Fortbildungen:

  • 2010: B-Schein "Sport in der Prävention"
  • 2009: Übungsleiterin Breitensport (C-Schein), beim Hamburger Sportbund mit Schwerpunkt "Fit ab 50" nach dem Hamburger Modell

Wie alles begann:

Zur Läuferin wurde ich erst relativ spät in meinem Leben. Wie die allermeisten Schulsport Geschädigten, hatte ich mich nach dem Schulabschluss freiwillig nicht mehr viel bewegt. Zudem war ich eine von den sogenannten glücklichen Raucherinnen. Mit 30 Jahren beschloss ich dann aber doch, mit dem Rauchen aufzuhören. Bekanntlich ist dieses Vorhaben nicht so leicht umzusetzen, daher überlegte ich mir ein kleines "Ablenkungsmanöver". Ich erinnerte mich, dass ich beim an sich verhassten Schulsport das Laufen eigentlich ganz gut fand - zumindest im Vergleich zu den anderen Sportarten, zu denen ich dort so aufgefordert worden war. Außerdem ist Laufen etwas, was mit recht wenig Aufwand mal ausprobiert werden kann. Ich kaufte mir also preiswerte Laufschuhe. Alte Sportsachen hatte ich noch im Schrank und so ging es dann eines vormittags los. Natürlich wollte ich mir keine Blöße geben und gab ordentlich Gas. Ich musste erst einmal ein Stück weit an einer größeren, lebhaften Straße entlang laufen und wollte mich nicht blamieren, indem ich da langsam wie eine Schnecke entlang laufe. Es kam wie es kommen musste: nach 800 Metern musste ich nach Luft schnappend stehen bleiben. Da stand ich also keuchend und mit rotem Kopf am Straßenrand. Nicht dass irgendjemand einen Notarzt gerufen hätte, aber ich fühlte mich einfach schrecklich und es war mir sehr peinlich, dort so zu stehen.

Wie ich es geschafft habe, nach dieser ersten furchtbaren Erfahrung dennoch ein zweites Mal zum Laufen aufzubrechen, ist mir bis heute ein Rätsel. Und ich kann auch nicht sagen, dass es dann viel leichter gegangen wäre. Ich bin einfach viel zu schnell gelaufen und hätte jemanden fragen sollen, der etwas davon versteht. Das tat ich aber nicht und so musste ich einige anstrengende Lauferlebnisse hinter mich bringen. Dann endlich kam ich auf die Idee, ein schlaues Buch zu lesen. Da stand dann etwas von Bauchatmung, davon dass man sich während des Laufens unterhalten können sollte und so weiter. Also versuchte ich, es so zu machen. Da ich alleine gelaufen bin, musste ich mir die Unterhaltung denken. Ich kann allerdings nicht völlig auschließen, dass ich ab und an laut mit mir selbst geredet habe, was Passanten im Zweifel mehr beeindruckt hat, als mein Keuchen zuvor. Wie auch immer. Irgendwann hatte ich den Dreh raus, und ich konnte einigermaßen unangestrengt 30 Minuten laufen. Allerdings hat es mindestens ein halbes Jahr gedauert, bis ich mal so weit war.

Inzwischen laufe ich seit über 10 Jahren und bin 3-4 mal in der Woche unterwegs. Ich laufe zwischen 30 Minuten und 2,5 Stunden und bin auch einige Marathons gelaufen. Vorzugsweise laufe ich nach wie vor langsam. Ich kann dabei wunderbar entspannen, meine Gedanken fließen so vor sich hin und oft entwickle ich Ideen, so zum Beispiel die, Lauftherapeutin zu werden.

Gelesen hatte ich die Anzeige des DLZ in einer Laufzeitschrift und ich habe mich dann näher informiert. Der Grundgedanke, nicht leistungsorientiert sondern gesundheitsorientiert zu laufen, hat mich sofort angesprochen. Trainings in Sportvereinen oder Lauftreffs sind gemeinhin ja eher leistungsorientiert und ich habe sie immer gemieden. Den Schwerpunkt darauf zu setzen, dass Menschen wirklich wahrnehmen, wie gut ihnen das Laufen tut, dieses Erlebnis bewusst wahrzunehmen, hatte ich an mir selbst erfahren und möchte ich gern vermitteln.

Als Lauftherapeutin erspare ich Ihnen meinen harten Einstieg ins Laufen. Ich zeige Ihnen, wie langsam man laufen kann und am Anfang auch laufen sollte. Es geht mir darum, dass Sie mit Spaß und Freude laufen lernen und locker und leicht unterwegs sind. Natürlich kann ich nicht völlig auschließen, dass es auch mit dieser sanften Methode mal zu Komplikationen oder auch Schmerzen kommen kann. Wer Jahre lang oder auch Jahrzehnte lang keinen Sport gemacht hat, muss seinem Körper die Zeit geben, sich langsam anzupassen.

2007 habe ich mit der Ausbildung zur Diplomlauftherapeutin am DLZ Deutschen Lauftherapiezentrum in Bad Lippspringe (www.lauftherapiezentrum.de) begonnen und im November 2008 abgeschlossen.

Im Oktober 2008 habe ich außerdem die Ausbildung zum Nordic-Walking Basic Instructor gemacht und biete seit Januar 2009 Nordic Walking Kurse für Anfänger an. Dabei lege ich besonderen Wert darauf, dass die Technik gut erlernt wird, damit die Erfolge auch dauerhaft sind. Leider werden die Stöcke von vielen Nordic Walkern nicht korrekt eingesetzt. Dies kann u.a. zu Schmerzen in den Schultern führen.

In 2009 habe ich beim Hamburger Sportbund außerdem die Ausbildung zur Übungsleiterin erfolgreich beendet (C-Schein) und in 2010 die Ausbildung "Sport in der Prävention" (B-Schein) absolviert.

Und sonst? Neben dem Laufen, lese ich gern. Ich bin gelernte Buchhändlerin und habe nach der Lehre Philosophie und Pädagogik studiert (Magistra Artium). Insofern wundert mein - natürlich nicht völlig ernst gemeintes -  Motto vielleicht nicht mehr, wobei Nietzsche ansonsten nicht zu meinen bevorzugten Philosophen gehört. Aber bewegt hat er sich halt gern. In diesem Sinne:

"Trau keinem Gedanken, der dir im Sitzen kam."  (Friedrich Nietzsche)

 

 

 

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